21.11.2011 10:15 Alter: 6 yrs

Olfaktometrieprojekt abgeschlossen


Das Kooperationsprojekt der fiatec GmbH, dem Fraunhofer Institut für Bauphysik sowie MANN + HUMMEL zur Findung einer praxisnäheren Filterprüfmethode in Bezug auf belastende Gerüche und Schadstoffe in Kfz-Innenräumen ist abgeschlossen.

Die bisher üblichen Testverfahren nach DIN 71460-2 und ISO 11155-2 sind zwar kostengünstig, werden aber bezüglich Ihrer Praxisrelevanz, besonders im Hinblick auf die geruchsmindernde Wirkung verschiedener Produkte immer wieder in Frage gestellt.  Dementsprechend suchten die Kooperationspartner nach einer Möglichkeit, die olfaktometrischen Tests mit u.a. echten Testpersonen und Geruchstests anhand weniger, im Verhalten vergleichbarer Testsubstanzen (Substitute) durch Adsorptionsmessungen im Labor nachzubilden.

Hierzu wurden zunächst durch das IBP zu testende Pilotsubstanzen in der KfZ-Innenraumluft anhand acht unterschiedlicher Fahrzeuge identifiziert und eine Geruchsbewertungsmethode etabliert. Für die folgenden Filtereffizienztests mussten für die ausgewählten Substanzen sowohl die Geruchsschwellen als auch die Geruchsintensitätsverläufe bestimmt und geeignete „Prüfgrößenordnungen“ ausgewählt werden. Nachdem an einer der Testsubstanzen (Hexanal) die Vergleichbarkeit der Olfaktometriemessung und der Adsorptionsmessung sichergestellt (validiert) wurde, konnten die von MANN + HUMMEL zur Verfügung gestellten Filter (bzw. Filtermedien) zunächst durch das IBP mit den Pilotsubstanzen auf ihre Effizienz untersucht werden. Anschließend wurden durch die fiatec GmbH sowohl mit den geruchsaktiven Substanzen als auch mit den Substituten Toluol und n-Butan die klassischen Adsorptionsmessungen im Labor durchgeführt.

Als wesentliches Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die olfaktorische Prüfmethode unter bestimmten Voraussetzungen zur Beurteilung des Filterverhaltens gegenüber einer Prüfsubstanz anwendbar ist.

Ebenso relevant ist die Erkenntnis, dass bei der Standardlabor- Messmethode der initiale Durchbruch, respektive die olfaktorische Wirkung nach einer Stunde der jeweiligen Prüfsubstanz entscheidend ist, da in der Realität geringe Geruchsveränderungen über einen längeren Zeitraum vom Menschen nicht wahrgenommen werden („Klassenzimmereffekt“) und die Gesamtadsorptionsleistung für das Praxisverhalten keine erkennbare Bedeutung hat. Unter Beachtung dieses Umstands konnte durch die Adsorptionsmessung zumindest für einen Teil der Substanzen die geruchsmindernde Wirkung gut abgebildet werden.

Im Vergleich der Adsorptionsdaten der tatsächlich in den KfZ-Innenräumen vorkommenden Pilotsubstanzen mit den im Labor verwendeten Substituten spiegelte vor allem Toluol das Adsorptionsverhalten der Pilotsubstanzen weitgehend wider. N-Butan war in diesem Zusammenhang weit weniger aussagekräftig.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier im Download. Ebenso stehen wir Ihnen für weitergehende Fragen gerne auch telefonisch unter 09229/993919 zur Verfügung.

 


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